Warum Tierheilpraktiker
Im Gegensatz zum durchschnittlichen Tierarzt wird der Tierheilpraktiker sich für jeden seiner Patienten sehr viel Zeit (im Schnitt 45 min!) nehmen, sich die Probleme, den Verlauf, die Vorgeschichte, Informationen zum Umfeld, den Elterntieren etc. genau schildern lassen und das Tier eingehend von Kopf bis Fuß (auch wenn es vielleicht nur eine kahle Stelle am Schwanz hat) untersuchen.
Anders als bei den Schulmedizinern arbeiten die meisten THP nicht symptomgebunden sondern ganzheitlich, d.h. es wird intensive Ursachenforschung betrieben anstatt einfach ein Mittel gegen beispielsweise Schmerzen zu verabreichen.
THPs wenden ausserdem andere Therapien an als Schulmediziner, so z.B. Akupunktur, Magnetfeldtherapie, Massage etc. Dazu kommt natürlich ein umfassendes Wissen in Homöopathie und oftmals auch Bachblüten und Phytologie.
Preislich gesehen liegt die Gebührenordnung für Tierheilpraktiker in etwa auf dem selben Level wie die für Tierärzte. Man sollte als Patientenbesitzer also bitte nicht "enttäuscht" sein, wenn Minka oder Bello nach einem Praxisbesuch das Portmonnaie um eine gewisse Summe X erleichtert haben und dafür "nur ein paar homöopathische Globuli" bekommen haben.
Es ist nicht das Medikament, das ein THP verkauft, sondern sein Wissen. Und es ist absolut angemessen, wenn man die selbe Summe wie beim Tierarzt bezahlt, dafür aber etwa 5x so lange im Behandlungsraum war und umfassend beraten wurde.
Es muss jedoch jedem klar sein, dass beide Bereiche dasselbe Ziel haben, sich aber nicht austauschen lassen. Hightech ist genauso wichtig, wie traditionelle Behandlung.
Oder geht jemand mit gebrochenen Knochen zum Heilpraktiker?